In offenen Büros, Hubs und Co-Working-Spaces passiert viel gleichzeitig: Gespräche, Telefonate, Meetings, spontane Abstimmungen im Stehen. Auch wenn niemand bewusst laut ist, entstehen Geräusche, die Konzentration und Kommunikation beeinträchtigen und den Stresspegel erhöhen. Für anspruchsvolle geistige Tätigkeiten empfiehlt sich ein Geräuschpegel unter 55 dB, für weniger komplexe Aufgaben unter 70 dB – etwa vergleichbar mit einem laufenden Geschirrspüler. Am Anfang steht deshalb eine präzise Analyse: Akustik- und Lichtmessungen zeigen, wo Schall entsteht, wie er sich im Raum ausbreitet und welche Flächen das grösste Optimierungspotenzial bieten.
Vom Dauerrauschen zu Räumen mit Fokus
Unser Gehirn reagiert besonders sensibel auf Sprache – Wortfetzen aus dem Nachbarbüro oder Geräusche vom Flur reichen, um den Faden zu verlieren. Man liest denselben Absatz mehrfach, braucht länger für Berechnungen oder Entscheidungen. Eine gute Akustikplanung setzt genau hier an. Schallabsorbierende Decken, Wände und Bodenbeläge sowie Deckensegel und Akustikbilder reduzieren Nachhall und Schallenergie, bevor sie im Raum reflektiert werden. Stimmen bleiben verständlich, ohne dass Gespräche weit tragen, und mehrere Personen können parallel sprechen, ohne dass der Raum akustisch überlastet wirkt. Ergänzend unterstützen Möbellösungen wie Regale, Schränke oder gepolsterte Sitzbereiche die Zonierung und helfen, Direktschall gezielt zwischen Arbeitsbereichen zu lenken.
Wo unterschiedliche Nutzungen dicht nebeneinanderliegen, kommen Raum-in-Raum-Systeme und gestaltete Besprechungszonen hinzu – wertvoll für Videokonferenzen, konzentrierte Projektarbeit oder vertrauliche Gespräche. Textile Komponenten wie Teppiche und Vorhänge gleichen harte Oberflächen aus und beruhigen den Raum hörbar.
Akustik gezielt planen statt Standardpaket
Akustik sollte nicht als Einheitslösung betrachtet werden. Jede Arbeitsumgebung ist einzigartig. Ein Raum, in dem Sie sich konzentrieren und tief in Analysen eintauchen, braucht eine andere Gestaltung als eine lebendige Projektfläche, auf der viel Austausch stattfindet. Nur so entsteht ein Umfeld, in dem sich alle wohl und verstanden fühlen. Oft genügen kleine Eingriffe: Arbeitsplätze so ausrichten, dass nicht alle in direkter Sprechrichtung zueinander sitzen, Kommunikationszonen vom Fokusbereich abrücken oder stark genutzte Wege akustisch beruhigen. Vieles lässt sich ohne bauliche Eingriffe umsetzen.
Ob Konferenzraum, Open Space oder hybride Fläche, jede Zone stellt eigene Anforderungen an Nachhall, Verständlichkeit und Störschall. Eine bedarfsgerechte Planung macht diesen Unterschied hörbar: mit kürzeren, klareren Meetings, weniger Ermüdung und mehr Ruhe im Arbeitsalltag.
Schrittweise zur Gesamtakustiklösung
Alle Massnahmen müssen nicht auf einmal umgesetzt werden. Gesamtakustiklösungen lassen sich oft schrittweise realisieren – beginnend bei den grössten akustischen Schwachstellen hin zu feineren Optimierungen. Entscheidend ist, dass Funktion und Gestaltung gemeinsam gedacht werden. Berther Büromöbel unterstützt Sie dabei – von der Analyse Ihrer Raumsituation über die Konzeption bis hin zur Umsetzung passender Akustikelemente.
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